Seecontainer als Architektur-Element

Abgelegt unter Haus & Garten by Markus Klein am 20. August 2012

container-finden.deDer Begriff Container kommt aus dem Englischen und bedeutet: genormter Großbehälter. Tatsächlich existieren Container in nahezu allen Größen und Varianten – vom Schiffscontainer bis zum sogenannten Wohncube, einem Container, der in der Architektur zu einer Wohnung umgebaut wurde. Am häufigsten werden Container zum Transport von Warengut auf Schiffen verwendet. Doch seit geraumer Zeit werden Schiffscontainer auch in der Architektur verwendet. Die Container werden umgebaut und so zu schicken Lofts designet, auf Hochhäuser gesetzt, um dort den Panoramablick einfangen zu können, oder auf Baustellen verwendet, wenn den Arbeitern eine Bleibe zur Verfügung gestellt werden muss. Diese Art des Umbaus von Schiffscontainern nennt man Containerarchitektur. Sie werden als einzelne Bausteine zusammengesetzt, um so ganze Wohnkomplexe entstehen zu lassen.

Welche Vorteile bietet die Containerarchitektur?

Die Idee der Containerarchitektur ist nicht neu. In England oder Amsterdam zum Beispiel existieren bereits seit Jahren umgebaute Seecontainer, die als Büros, Wohnräume oder Studentenwohnheime fungieren. Der Vorteil dieser Architektur liegt in der Wiederverwendung bereits existierender Container und der damit verbundenen Kostenersparnis. Durch die simple Bauweise sind Wohnkomplexe aus ehemaligen Schiffscontainern schnell aufgebaut und können nahezu in jeder Variante angeboten werden. Vom Hochhaus bis zum Penthaus – der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ein weiterer Vorteil liegt in der Normung der Schiffscontainer, deren Stabilität und Formsicherheit bereits vorgeschrieben ist. Bereits seit 1956 sind die Normen festgelegt und belaufen sich auf 2,44 Meter Breite, 2,59 Breite und 6,06 Meter Höhe. Mit diesen Maßen lassen sich unheimlich viele Variationen erstellen, die nicht nur modern, sondern auch praktisch sind.

Moderne Architektur

Ein meisterhaftes Beispiel für die Verwendung von Schiffscontainern kommt aus Slowenien von der Architektin Jure Kotnik. Ihr sogenanntes Stappelhaus besteht aus zwei Schiffscontainern die übereinander gestapelt sind und dadurch ein zweites Stockwerk bilden. 15 Quadratmeter Fläche bietet ein Standardcontainer, das Stapelhaus gleich zwei Mal so viel. Doch dies ist nur ein Beispiel für die Vielfältigkeit der Schiffscontainer. Vorstellung der Architekten in der Zukunft ist, weitere Komplexe zu errichten in denen mehrere Generationen und Familien eine Wohnperspektive haben.

 



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