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Bienenschutz & Honiggenuss: Imkern aus Überzeugung

Abgelegt unter Haus & Garten by Redaktion am 05. März 2016

Imkerei: BieneObwohl wir von klein auf lernen, was es mit den Bienen und den Blumen auf sich hat, sind sich viele Menschen der immensen Bedeutung dieser fleißigen Insekten für die Umwelt und natürlich auch unsere Gesellschaft leider überhaupt nicht bewusst. Wenn überhaupt, nehmen viele die Bienen nur als Honiglieferanten war. Dabei lernt doch jedes Kind, dass all die schönen Blumen und Blüten die Honigbienen brauchen. Sie sind ein besonders wichtiger Teil des Ökosystems, da sie eine entscheidende Rolle bei der Bestäubung vieler Nutzpflanzen spielen. Ohne die kleinen Helfer gäbe es nicht nur viel weniger Blütenpracht, auch die Landwirtschaft hätte ein gewaltiges Problem.

Bienensterben kann ernste Folgen haben

Doch die Bienen selbst haben bereits ein Problem. Die Rede ist vom Bienensterben, immer mehr Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge sind vom Aussterben bedroht. Der Weltrat für Biologische Vielfalt (IPBES) der Uno warnte angesichts dieser Entwicklung erst Ende Februar diesen Jahres noch vor möglichen schweren Konsequenzen für die Nahrungsmittelsicherheit. Der Rückgang der Bienenpopulation wird vor allem im Nordwesten Europas und in Nordamerika beobachtet. Laut dem Bericht des Rates sind inzwischen ganze neun Prozent aller europäischen Bienen- und Schmetterlingsarten vom Aussterben bedroht.

Imkerei: Bienenwabe mit Bienen

Dabei ist eine der wesentlichen Bedrohungen für die nützlichen Bienen wohl der Mensch selbst, der ihren Lebensraum immer weiter zerstört. Der Einsatz von Insektiziden, die Verschmutzung der Umwelt und die Verbreitung von Monokulturen und Gentechnologie bedrohen die Honigbienen ebenso wie der Klimawandel. Die letztliche Ursache für das Bienensterben gilt zwar noch immer nicht als vollständig geklärt, allerdings wird allgemein davon ausgegangen, dass mehrere Faktoren dafür verantwortlich sind. Neben der Bedrohung des Lebensraums der Bienen durch den Menschen ist auch der Befall mit der Varroamilbe eine der wichtigsten Ursachen.

Imkerei: Biene

Es gibt allerdings sinnvolle Maßnahmen, die bei zum Schutz der Bienen hilfreich sein können. So macht es Sinn, wenn Landwirte und Privatpersonen mehr Wildblumen pflanzen und nur noch natürliche Pflanzenschutzmittel verwenden. Wem all das allerdings noch zu wenig ist, der kann sich natürlich jederzeit auch selbst um einige Bienen kümmern. Immer mehr auch jüngere Leute finden ihren Weg in die Imkerei. Und das nicht nur wegen des leckeren und gesunden Honigs, den man auf diesem Weg ernten kann, sondern vor allem auch, um den bedrohten Tieren ein Zuhause zu geben.

Jahrtausendealte Kulturpraxis immer noch modern

Wie Untersuchungen von Tongefäßen aus hunderten verschiedener Fundstätten zeigen, nutzen Menschen die Honigbienen bereits seit tausenden von Jahren. Erst Ende letzten Jahres konnten Forscher anhand der archäologischen Analyse von Spuren in anatolischen Scherben feststellen, dass bereits vor 9.000 Jahren Bienenwachs verwendet wurde. Imkerei ist eine uralte Kulturpraxis, die ihren Betreibern nicht nur Freude bereiten kann, sondern durch Honigernte und Bestäubung der Landschaft stets auch einen großen Nutzen für den Einzelnen und die Gemeinschaft mit sich bringt. Wenig verwunderlich also, dass die Bienenhaltung auch heute noch viele Anhänger hat.

Verschiedene Plattformen und Projekte zeigen, dass heute immer noch viele Menschen ein Interesse an der Imkerei haben. Das Projekt „Die Bienenkiste“ des gemeinnützigen Vereins Mellifera e.V. bietet Interessierten z.B. alle erdenklichen Informationen und Anleitungen zur Bienen. Auch der gemeinnützige Verein Stadtbienen will die Gesellschaft für die Bedeutung der Honigbienen sensibilisieren und hat einen tollen Bienen-Blog ins Leben gerufen. Und der Einstieg in die eigene Bienenhaltung ist gar nicht schwer: Bei Anbietern wie der Imkerei Fleissiges Bienchen können nicht nur Profis Bienenschwärme und hochwertige Bienenköniginnen erwerben, auch Einzelpersonen, die mit der Imkerei anfangen wollen, können hier ihre ersten Bienenvölker kaufen.

Keine Angst vor Bienen

Jeder, der über ein geeignetes Grundstück verfügt, kann mit einem Imker Anfängerset schnell zum aktiven Bienenschützer werden. Tatsächlich betreibt der überwiegende Großteil der Imker in Deutschland die Bienenhaltung nicht als Nebenerwerb, sondern betätigt sich als Freizeitimker. Nachdem es lange Zeit immer weniger Imker gab, steigt ihre Anzahl seit 2008 wieder stetig an. So nimmt inzwischen auch die Zahl der hiesigen Bienenvölker erfreulicherweise wieder zu. Kein Wunder, denn wer sich Bienen hält, bekommt viel zurück: Abgesehen davon, dass man einen wertvollen Teil zum Schutz einer bedrohten Art beiträgt, beschert einem die Imkerei nicht nur ein naturnahes Freizeitvergnügen, sondern natürlich bestäubte Pflanzen im Garten und in der Umgebung und mit ein wenig Arbeit auch noch leckeren selbstgemachten Honig.

Imkerei: Imker mit Schutzkleidung

Auch wer durch entsprechende Erfahrungen oder angesichts der verbreiteten Schutzkleidung von Imkern Angst vor möglichen Stichen durch eventuell aggressive Bienen hat, kann inzwischen beruhigt aufatmen. Denn momentan wird in Deutschland zwar hauptsächlich mit der Carninca Biene geimkert, doch viele Imker stellen nun auf eine Art namens Buckfast um. Diese Bienen sind wesentlich friedlicher und können daher auch problemlos im Garten gehalten werden. Oftmals ist für die Imkerei mit der Buckfastbiene nicht einmal der Imker-typische Schleier notwendig. Interessierten, Tierschützern und Honigfreunden mit entsprechendem Garten hält also kaum etwas davon ab, ihren Teil zum Schutz der Bienen beizutragen.

 



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